Blog - Predigten

Predigt zum 2. Ostersonntag A

Predigt zum 2. Ostersonntag A

Liebe Schwestern und Brüder!

Das heutige Evangelium beginnt wie eine Szene aus einem spannenden Film. Die Jünger sind in einem Raum eingesperrt, die Türen sind doppelt verriegelt, die Spannung ist förmlich greifbar. Warum? Weil sie Angst haben. Sie haben Angst, dass es ihnen genauso ergeht wie ihrem Meister.

Aber ist Ihnen eines aufgefallen? Einer fehlt. Thomas. Wo war er? Das verrät uns der Evangelist Johannes nicht, aber eines ist klar: Thomas hatte keine Angst, draußen zu sein. Während die anderen hinter dicken Eichentüren vor Angst zitterten, ging Thomas in aller Ruhe Brot holen oder ein paar Besorgungen machen. Paradoxerweise war genau der, den wir den „Ungläubigen“ nennen, in diesem Moment der einzig Mutige!

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Predigt zum Ostersonntag A

Predigt zum Ostersonntag A

Liebe Schwestern und Brüder!

Warum sind wir heute eigentlich hier? Was bringt uns das? Wenn wir die Leute draußen fragen würden, würden viele sagen: Ostern, das sind Schokohasen, bunte Eier und Frühlingsgefühle. Und ganz ehrlich: Nichts gegen Schokohasen! Aber wenn der Höhepunkt des Christentums nur darin bestünde, dass wir uns einmal im Jahr satt essen und uns über das grüne Gras freuen, wäre das doch ein bisschen wenig.

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Predigt zum Karsamstag A

Predigt zum Karsamstag A

Gestern haben wir auf das besondere Bild des Gekreuzigten aus Würzburg geschaut – auf Christus, der am Kreuz die Arme weit öffnet, um uns zu umarmen. Gestern war es eine Umarmung im Schmerz und im Mitgefühl. Aber heute, in dieser heiligen Nacht, wird diese Umarmung zu einer siegreichen Umarmung. Christus zieht uns heute nicht nur aus dem Grab unserer Schuld heraus, sondern er zieht uns direkt hinein in das göttliche Leben.

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Predigt zum Karfreitag A

Predigt zum Karfreitag A

Der heutige Tag ist ein Tag der Stille. Wir stehen vor dem Kreuz, und oft erscheinen uns Worte in diesem Moment zu schwach. Deshalb habe ich heute für Sie dieses Gebetsbild vorbereiten lassen. Es zeigt ein Kruzifix aus einer Kirche in Würzburg. Es ist fast siebenhundert Jahre alt, aber seine Botschaft ist heute vielleicht aktueller denn je.

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Predigt zum Palmsonntag A

Predigt zum Palmsonntag A

Die Passionsgeschichte, die wir gerade gehört haben, ist lang. Sie ist deshalb so lang, weil die Liebe, von der sie erzählt, so unendlich tief ist. Man kann diese Liebe nicht in einer kurzen SMS abhandeln.

Über die Liebe wird heute überall gesprochen. Sie ist das Thema in jedem zweiten Lied im Radio, in jedem zweiten Film. Aber Hand aufs Herz: Wir haben dieses Wort „Liebe“ ein wenig abgenutzt.

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Predigt zum 5. Fastensonntag A

Predigt zum 5. Fastensonntag A

Das heutige Evangelium ist zwar lang, aber es ist einer der größten „Blockbuster“ der gesamten Heiligen Schrift. Wir finden darin alles: eine tiefe Freundschaft, herzzerreißende Trauer, religiöse Vorwürfe und sogar eine sehr realistische Beobachtung darüber, wie der Tod riecht – oder besser gesagt: wie er eben nicht riecht.

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Predigt zum 4. Fastensonntag A

Predigt zum 4. Fastensonntag A

Liebe Schwestern und Brüder!

Ist es Ihnen schon einmal passiert, dass Sie zehn Minuten lang wie wild durch das Haus gelaufen sind, alle Kissen umgedreht und die Brille gesucht haben – nur um dann fest-zustellen, dass Sie sie die ganze Zeit auf der Nase haben? Oder haben Sie in Panik die ganze Wohnung nach den Autoschlüsseln abgesucht, nur um am Ende zu merken, dass Sie sie die ganze Zeit krampf-haft in der Hand halten? Das ist genau der Moment, in dem wir zwar „sehen“, aber eigentlich völlig blind sind.

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Predigt zum 3. Fastensonntag A

Predigt zum 3. Fastensonntag A

Wenn wir das Johannesevangelium hören, müssen wir uns immer wieder bewusst machen: Der Evangelist Johannes will uns nicht einfach einen bloßen Tatsachenbericht liefern. Es geht ihm nicht um eine „materielle Reproduktion“ von Fakten, sondern um eine theologische Interpretation, die uns helfen soll, unseren Glauben zu vertiefen.

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Predigt zum 2. Fastensonntag A

Predigt zum 2. Fastensonntag A

Liebe Schwestern und Brüder!

Stellen Sie sich den heiligen Petrus auf dem Berg Tabor vor. Das Evangelium sagt, dass Jesu Gesicht wie die Sonne leuchtete und seine Gewänder weiß wurden wie das Licht. Wäre Petrus ein Junge von heute, hätte er wahrscheinlich nicht gesagt: „Herr, es ist gut, dass wir hier sind“, sondern es wäre ein schlichtes und ehrliches: „Boah!“ oder „Wahnsinn!“ aus ihm herausgeplatzt.

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Predigt zum 5. Sonntag im Jahreskreis A

Predigt zum 5. Sonntag im Jahreskreis A

Ist Ihnen schon einmal aufgefallen, wie Jesus im heutigen Evangelium spricht? Er sagt nicht: „Ihr solltet versuchen, wie Salz zu sein“, oder: „Wenn ihr brav seid, werdet ihr vielleicht einmal das Licht sein.“ Er stellt eine klare Tatsache fest: „Ihr SEID das Salz. Ihr SEID das Licht.“

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